So erhalten Sie die richtige Startup Finanzierung – das passende Geld für die jeweilige Unternehmensphase

Ein Startup ist ein Unternehmen, das in den letzten fünf Jahren gegründet wurde. Die Finanzierungsphasen eines Startups sind einfach formuliert und für die „breite Masse der täglichen Unternehmensgründungen“ ganz grob wie folgt:

  1. Vorgründungs- und Gründungsphase: Dies ist die erste Phase eines Startups, in der es häufig nur eine Idee aber noch wenig Kapital hat. In dieser Phase wird häufig Eigenkapital zur Startup Finanzierung eingesetzt. Mit fortschreitender Produkt- und Unternehmensentwicklung wird erstes externes Geld zur Unternehmensfinanzierung eingesetzt. Das kann in Form von privaten Finanzierungen oder auch bereits stillen Beteiligungen oder Mezzanine-Finanzierungen sein.
  2. Wachstumsphase: Ein Startup tritt in diese Phase ein, wenn es einen Prototyp oder zumindest ein MVP (Minimum Viable Product) hat. Das junge Unternehmen erzielt erste Einnahmen aus seinem Produkt/ seiner Dienstleistung. In dieser Finanzierungsphase ist es sehr wichtig, ausreichend Liquidität und Liquiditätspuffer zu generieren. Wichtig ist sowohl in Wachstumsphasen etablierter Unternehmen als auch in der Startup Finanzierung, dass ausreichend Kapital für das künftige Umsatz- und Unternehmenswachstum aufgebaut wird. Der höchste Kapitalbedarf besteht in Wachstumsphasen.
  3. Reifephase/ Schlussphase /Etablierungsphase: Das Unternehmen erzielt kontinuierliche Umsätze und arbeitet an der Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeit. Das Startup hat sich zum Unternehmen entwickelt. Die Aktivitäten gehen in Richtung Erschließung neuer Märkte (Regionen, Kunden, Produkte). Die nächsten Expansionsschritte werden vorbereitet.

Die Finanzierungsphasen eines Startups unterscheiden sich also nach Reifegrad der unternehmerischen Aktivität und Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit. Die stabile Unternehmensfinanzierung wird nach der Gründung und vor Erreichen der Wachstumsphase aufgebaut.

Startup Finanzierung
  • klare unternehmerische Ziele
  • das notwendige technische bzw. produktseitige Know-how
  • erkannt, dass professionelle Unterstützung sehr hilfreich sein kann
  • finanzielle Stabilität, um Ihre Ideen und Ihr Geschäft umzusetzen
  • Freiraum für Wachstum
  • Kompass & Tacho statt Blindflug
  • steigenden Unternehmenswert
  • stabile & flexible Finanzierungen
  • Überblick über Ihren Bedarf
  • Antworten, wie Sie ihn decken können
  • Unterstützung in der Umsetzung

Was sind mögliche Kredite für Startups?

Ich fokussiere mich auch hier auf die gängigen Lösungen der Startup Finanzierung und verzichte soweit möglich auf Fachbegriffe, die zwar modern, aber für viele schwer verständlich sind. Schlussendlich geht es doch darum, den Gründern einen Überblick über sinnvolle Kredite und andere Finanzierungen für Ihr Unternehmensziel zu geben.

In der ersten Unternehmensphase sind Startups häufig noch nicht „fremdkapitalfähig“, weshalb dort auf Eigenmittel, Geld von Freunden oder Familienmitgliedern oder Risikokapitalgebern zurückgegriffen wird.

Für die weiteren Phasen eignen sich zur Startup Finanzierung häufig sehr gut
Stille Beteiligungen: stabiles langfristiges Kapital, das ich gerne über die „mittelständischen Beteiligungsgesellschaften“ (MBG) der Bundesländer einsetze. Es dient ergänzend der Stärkung des wirtschaftlichen Eigenkapitals.

Förderdarlehen – mit oder ohne Haftungsfreistellungen: hierbei handelt es sich um die Gründerkredite der KfW oder der jeweiligen Landesförderbanken. Diese haben entweder gemäß dem jeweiligen Förderprogramm bereits eine Haftungsfreistellung (= weniger Risiko für die Bank, da diese quasi eine Bürgschaft der öffentlichen Hand erhält) oder wird mit einer Ausfallbürgschaft der jeweiligen Bürgschaftsbank des Bundeslands abgesichert.

Bankdarlehen: diese können als Äquivalent zu den Förderkrediten gesehen werden, nur eben ohne Zinssubvention

Mikrokredite: Die gibt es bundesweit und teilweise auch in einzelnen Bundesländern. Meines Erachtens ein Finanzierungsbaustein, der bei Gründungsvorhaben bereits -trotz des in den Augen mancher Betrachter geringen Volumens- sehr viele Vorteile nach sich ziehen kann.

Betriebsmittellinien/ Kontokorrentkreditlinien: Der „Überziehungsrahmen“ für Unternehmen. Hiermit sollen Finanzierungsspitzen ausgeglichen werden, die zur Vorfinanzierung von zum Beispiel Warenlager, Löhnen, externen Dienstleistern entstehen. Wichtig mit Blick auf eine dauerhaft gute Beziehung zur Bank ist, dass die Kreditlinien „atmet“. Das heißt, sie soll immer zur zeitweise in Anspruch genommen werdnen.

Leasing und Mietkauf: Sachanlagevermögen kann oftmals gut über reine Objektfinanzierer dargestellt werden.

Factoring: Das ist zwar kein direkter Kredit an das Unternehmen, aber in Wachstumsphase häufig ein sehr hilfreicher Finanzierungsbaustein der Unternehmensfinanzierung und daher auch hier bei den Krediten für Startups aufgeführt. Durch den rollierenden Verkauf der Forderungen aus den Umsatztätigkeiten erhält das Unternehmen direkt (i.d.R. innerhalb 1-2 Tage) sein Geld, obwohl die Kunden ein längeres Zahlungsziel haben.

Lieferantenkredit: Dieser wird sehr oft genutzt, häufig aber auch überstrapaziert. Natürlich finanzieren auch Lieferanten die Unternehmen. Wenn Sie heute Waren erhalten und erst in 30 Tagen zahlen müssen, dann erhalten Sie einen Kredit über genau die 30 Tage.

Beachten Sie hierbei gerne einen Beitrag von mir „Lieferantenkredit – einfach zu erhalten, aber mehrfach teuer“. Wenn Sie der interessiert, senden Sie gerne eine Mail an mail@finpartner.de.

 

Geht eine Startup Finanzierung ohne Eigenkapital?

Eine Gründung vollstand ohne Eigenkapital und Zuschuss zu finanzieren ist schwer, aber nicht unmöglich. Wichtig ist mir hier aber der Hinweis, dass es mir hier weniger darauf ankommt, dass das Startup eine Finanzierung erhält, sondern sich die Gründer der Risiken bewusst sind. An anderer Stelle formuliere ich recht lapidar: „die Bank hält es aus und spart Steuern – die Gründern gehen in Privatinsolvenz…“. Wichtig ist, dass das Geschäftsmodell erfolgversprechend ist und solide aufgebaut wird. Die Risiken müssen belastbar kalkuliert und die positive Geschäftsplanung belastbar sein.

Je nach Kapitalbedarf eignen sich dann beispielsweise bereits die vorgenannten Mikrokredite. Maschinen können via Leasing finanziert werden. Je nach Verhandlungsgeschickt erhält man bereits sehr früh auch als Startup Lieferantenkredite in ansprechender Höhe und mit langen Zahlungszielen. Wer selbst dann mit kurzen Zahlungszielen verkauft oder ein Factoring nutzt, kann das Fremdkapital des Lieferanten „mehrfach drehen“.
Die Finanzierungsmöglichkeiten für Startups sind vielfältig und hängen von der Art des Unternehmens, der aktuellen Finanzlage und dem Entwicklungsstand ab.

Wie Sie den Kreditprozess bei Banken erfolgreich durchlaufen und sich nicht als Bittsteller fühlen oder im Ping-Pong der Fragen-Antworten untergehen erfahren Sie im Gratis-Webinar.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner